OSI Centro Studi, Design

OSI S.p.A. – Mitarbeiter, Designer, Andere …

Luigi Segre, Gigi Segre, Amministratore Delegato, Carrozzeria Ghia

Luigi Segre

Luigi Segre's Karriere in der Automobilindustrie beginnt in den späten 1940er Jahren zunächst bei SIATA und Viotti als Verkaufsdirektor, bevor er 1949 zu Ghia wechselt. Innerhalb weniger Jahre wird Segre zunächst Miteigentümer und bis 1953 alleiniger Gesellschafter der Carrozzeria Ghia.
1955 übernimmt Ghia die Carrozzeria Monviso – Segre's erster Versuch, Ghia mit entsprechend großen Produktions-Kapazitäten für eine Serienfertigung von Automobilen auszustatten.
Nach dem Umzug der Ghia in die Via Agostino da Montefeltro (1957), ergibt sich kurze Zeit später für Luigi Segre die Möglichkeit auf dem Nachbargrundstück zusätzliche Produktionshallen zu beziehen. Zur Finanzierung dieses Unternehmens sucht Segre Unterstützung bei Arrigo Olivetti und zeigt 1959 erste Pläne der "OSI". Im April 1960 wird die neue Firma "Officine Stampaggi Industriali" in Turin gegründet. Ghia S.p.A. (Segre) und Fergat S.p.A. (Olivetti) halten je 50% der Gesellschaftsanteile.
Während eines Detroit Aufenthalts im Februar 1963 wird bei Segre eine Blinddarmentzündung diagnostiziert. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Turin begibt er sich direkt ins Krankenhaus. Segre stirbt während der Operation, im Alter von nur 44 Jahren.

 

Giacomo Bianco, Fergat, OSI, INDESTORGiacomo Bianco


Nach dem Tod von Luigi Serge im Februar 1963 wird OSI komplett von Fergat übernommen. Als neuer General-Direktor der OSI wird der damalige Technische Direktor der Fergat, Giacomo Bianco bestimmt. Unter seiner Leitung gelingt es OSI mit dem Projekt Ford Anglia Torino einen seiner größten Produktionsaufträge an Land zu ziehen.
Im Laufe des Jahres 1965 erweitert Bianco die OSI um einen zweiten Standort. Im Turiner Vorort Villaretta Borgaro mietet er eine Villa sowie mehrere benachbarte Fabrikhallen. Hier residiert ab Herbst 1965 das Centro Stile e Esperienze, die hauseigenen Design- und Entwicklungsabteilung, zusammen mit dem Prototypenbau und einer kleinen Fertigungsline.
Giacomo Bianco, der passionierte Jäger hält in Zwingern im hinteren Teil der Villa mehrere Jagdhunde. Interessanterweise sind in dieser Zeit auch immer wieder Jagdhunde und Jagdmotive auf den Pressefotos neuer OSI Modelle zu sehen.
Im Januar 1968 als sich das Ende der Automobilproduktion bei OSI bereits abzeichnet, gibt Bianco seinen Posten als Generaldirektor auf. Anfang der siebziger Jahre taucht Bianco's Name noch einmal im Zusammenhang mit der Firma INDESTOR (Industrial Design Torino) auf. Auf dem Genfer Salon 1974 stellt INDESTOR die Strandwagen-Studie "Croisette" auf Basis des Fiat 126, sowie einen dreisitzigen Kleinwagen mit 750 ccm Suzuki Motor vor.

 

Designer, Ingenieure, Techniker

 

Luigi Segre, Gigi Segre, Amministratore Delegato, Carrozzeria GhiaGiorgio Batistella


Der Designer arbeitete von 1955 bis 1983 bei verschiedenen Automobilherstellern u.a. Simca, Fiat, Lamborghini, Alfa Romeo, Innocenti und Anfang der 60er Jahre auch für OSI.
1967 geht Batistella zum Centro Stile Fiat und arbeitet unter anderem mit Sergio Sartorelli am Fiat Ritmo.

Ab 1991 ist er für das Design Center der Mercedes-Benz in Sindelfingen tätig und ab 1995 für das Advanced Design Center von Mercedes-Benz in Como.

 




 

Luigi Segre, Gigi Segre, Amministratore Delegato, Carrozzeria GhiaPaul Breuer


Der im belgischen Verviers geborene Paul Breuer kommt 1966 für ein Praktikum zu OSI. Am Ende seines Praktikums wird Breuer übernommen und beginnt im Oktober 1966 seine Berufslaufbahn als Designer bei OSI. Als 1968 das Centro Stile geschlossen wird, wechselt er zusammen mit anderen OSI Mitarbeitern zum Fiat Centro-Stile.

1972 beginnt er eine Zusammenarbeit mit Ford Europa und kurz nach der Übernahme von Ghia durch Ford wechselt er wieder in die Via Agostino da Montefeltro zu Ghia. Ab 1978 arbeitet Breuer als Chef-Designer bei Open Design (Aldo Sessano) und gründet 1985 sein eigenes Design-Studio.




Luigi Segre, Gigi Segre, Amministratore Delegato, Carrozzeria GhiaSergio Cattaneo


Sergio Cattaneo beginnt nach einer technischen Trainee-Schule und einer Ausbildung als Designer bei Fiat im Jahr 1954 seine berufliche Laufbahn als Karosseriedesigner.
1960 wechselt Cattaneo zu Karmann, wo er an der Designentwicklung des VW 1500 Coupé beteiligt war. Ein Jahr später geht Cattaneo zu OSI, um als Technischer Direktor für die Entwicklung verschiedener Projekte und Prototypen verantwortlich zu sein.

Nach seinem Ausscheiden bei OSI 1968, gründet Sergio Cattaneo zusammen mit Renzo Richetto die Tesco Spa in Turin.

 



 

Werner Hölbl, Hoelbl, OSI TurinWerner Hölbl


Werner Hölbl, geboren 1941, absolvierte eine Karosseriebaulehre und studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Als Autodesigner ist er für OSI in Turin (Autobianchi G31) und bei Opel, Rüsselsheim tätig.

Später gründet er sein eigenes Designbüro in Turin und ist seit 1972 in Wien. Er arbeitet im Bereich Industriedesign. Zahlreiche Auszeichnungen.

 



 

 



Werner Hölbl, Hoelbl, OSI TurinGiovanni Michelotti


Michelotti arbeitet vor der Gründung des OSI Centro Stile e Esperienze als freier Mitarbeiter für OSI und entwirft mit dem 1200 OSI Spider den ersten Wagen den die Firma unter seinem eigenem Namen produziert und verkauft. Kurz darauf folgen noch das 1200 OSI Coupè sowie ein Jahr später der Ford Anglia Torino, die Alfa Romeo 2600 de Luxe Limousine sowie die OSI Alpine Berlinette Gordini 1100.

Mit Gründung der eigenen OSI Design Abteilung beendet Giacomo Bianco die Zusammenarbeit mit Michelotti. Die weiteren Entwicklungen von OSI entstehen nun unter der Leitung von OSI Chef-Designer Sergio Sartorelli.

 

 

 


Sergio Sartorelli OSI Turin TorinoSergio Sartorelli


Sartorelli's Designerkarriere nimmt 1956 seinen Anfang bei Ghia-Monviso. Dort steigt er 1957, nach dem Weggang von Savonuzzi zum Head of Design & Prototyping Department auf, wo er bis Anfang 1964 bleibt. In diesem Jahr kehrt Sartorelli in seine Geburtsstadt Alessandria zurück um dort ein neues Engagement außerhalb des Automobildesigns anzunehmen.
Sartorelli arbeitet jedoch neben seinem Hauptberuf weiterhin als freiberuflicher Designer für Louis Lepoix' FTI-Design Studio, sowie für Ghia und später auch für OSI. Im Herbst 1965 kehrt Sartorelli nach Turin zurück und wird Head of Design im neu gegründeten OSI Centro Stile e Esperienze. Nur zwei Jahre später, im Dezember 1967, schließt die OSI Design-Abteilung bereits wieder. Sartorelli bleibt noch bis Mai 1968 bei OSI um begonnene Projekte fertig abzuwickeln und wechselt dann zusammen mit einigen Kollegen in das Fiat Centro Stile, wo er als Head of Future Studies bis zu seiner Pensionierung 1984 bleibt. Danach betreibt Sartorelli noch für einige Jahre ein eigenes Studio für Industrie Design. Hier realisiert er Projekte für Audi und Saab, in Zusammenarbeit mit der Firma Tesco, die seine ehemaligen Kollegen Cattaneo und Richetto 1968 nach ihrem Weggang von OSI gegründet hatten. 1988 geht Sartorelli endgültig in den Ruhestand.

 

Luigi Segre, Gigi Segre, Amministratore Delegato, Carrozzeria GhiaTom Tjaarda

Nach seinem Studium 1958 kommt Tom Tjaarda zum Design-Studio Ghia und entwirft dort 1959 den Innocenti 950 Spider. 1961 wechselt er zu Pininfarina und 1965 zu Fergat. Ab Anfang 1967 bis zum September des gleichen Jahres ist er dann für OSI tätig.

1986 gründete Tjaarda dann seine eigene Firma Dimensione Design, die später in Tjaarda Design umbenannt wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aventino Aglietti, Centro Stile OSI (später Fiat Centro Stile)

Luciano Ballarini, Mitarbeiter im Centro Stile OSI (später Fiat Centro Stile)

Ing. Giulio Cesare Carcano, arbeitet für Moto Guzzi Motorräder und Boote . Er entwirft das Boot "Kaimano" für OSI

Sergio Coggiola, n.n.

Giuseppe Lodi, Generaldirektor OSI (Nachfolger von Giacomo Bianco)

Sig. Morsone, Kollege von Cattaneo (freier Mitarbeiter)

Renzo Richetto, gründet nach OSI zusammen mit Cattaneo die TESCO SpA

Paolo Sala, Responsabile Technico

Pietro Sibona, ab 1966 Chef der Prototypenabteilung, (bis 1966 Carrozzeria Sibona & Basano)

Dr. Ing. Tancredi Simonetti, Ingenieur für Aerodynamik. Anfang der 60er Jahre Mitarbeit bei A.T.S. und OSI. Gründet 1969 die A.M.S. (Attrezzature Meccaniche Speciali, Bologna)

Ing. Savino Vallini, Designer bei OSI ca. 1963

 

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